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Wie oft sollte man Klavier üben? Qualität vor Quantität

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Fortschritt entsteht durch Wiederholung mit Fokus, nicht durch Länge

Eine der häufigsten Fragen im Klavierunterricht lautet: „Wie viel sollte man eigentlich üben?“

Die ehrliche Antwort: Weniger, als viele denken - aber regelmäßiger, als man vermutet.

Beim Klavierlernen geht es nicht darum, möglichst lange am Instrument zu sitzen. Entscheidend ist, wie man übt, nicht wie lange.


Warum lange Übezeiten oft überschätzt werden

Viele stellen sich vor, dass Fortschritt nur durch tägliche, einstündige Übeeinheiten entsteht. In der Realität ist das für die meisten Kinder (und auch für Erwachsene) weder notwendig noch sinnvoll.

Nach etwa 15–25 Minuten lässt die Konzentration spürbar nach. Was danach folgt, ist oft Wiederholung ohne Fokus. Musik entsteht aber nicht durch mechanische Dauer, sondern durch bewusste Aufmerksamkeit.


Für Kinder: kurz, klar, regelmäßig

Bei jüngeren Kindern reichen oft 5–15 Minuten, je nach Alter und Konzentrationsfähigkeit.

Wichtig ist:

  • ein klarer Anfang

  • ein kleines Ziel

  • ein positives Ende

Lieber vier kurze Einheiten pro Woche als eine lange am Wochenende. Kontinuität wirkt stärker als Intensität.


Für Erwachsene: Struktur statt Druck

Erwachsene haben meist weniger Zeit – aber mehr Selbststeuerung. Hier sind 20–30 Minuten an mehreren Tagen pro Woche realistisch und effektiv. Entscheidend ist:

  • nicht nebenbei üben

  • nicht unter Zeitdruck

  • nicht mit dem Ziel „fertig zu werden“


Ein strukturierter Ablauf hilft:

  1. Wiederholung

  2. neue Stelle isolieren

  3. bewusstes Durchspielen


Qualität bedeutet: bewusst üben

Gutes Üben erkennt man daran, dass man:

  • kleine Abschnitte wiederholt

  • schwierige Stellen isoliert

  • langsam beginnt

  • bewusst zuhört

Schnelles Durchspielen eines Stücks bringt oft weniger als fünf Minuten konzentrierte Detailarbeit.


Realistische Routinen schaffen

Der größte Fortschrittsfaktor ist nicht Talent, sondern Gewohnheit. Hilfreich ist:

  • ein fester Wochentag

  • eine feste Uhrzeit

  • ein klarer Platz zum Üben

Wer das Üben in den Alltag integriert, muss nicht jedes Mal neu Motivation aufbringen.


Was nicht hilft

  • Üben aus schlechtem Gewissen

  • Vergleiche mit anderen

  • Druck durch Zeitvorgaben

  • „Ich muss das heute perfekt können“

Musik entwickelt sich schrittweise. Zu hohe Erwartungen bremsen eher, als dass sie helfen.


Fortschritt ist nicht linear

Es gibt Wochen, in denen alles leicht fällt – und andere, in denen nichts vorangeht. Das ist normal.

Oft verarbeitet das Gehirn Gelerntes im Hintergrund. Manchmal braucht ein Stück einfach Zeit. Geduld ist ein Teil des Lernens – kein Hindernis.


Begleitung macht den Unterschied

Im Unterricht der Melovelle Musikschule München besprechen wir regelmäßig, wie individuell sinnvoll geübt werden kann – angepasst an Alter, Alltag und Ziel. In den ruhigen Räumen im Innenhof der Clemensstraße 2a lernen Schüler nicht nur Stücke, sondern auch, wie man effektiv übt.

Denn gutes Üben ist eine Fähigkeit – und sie lässt sich lernen.


Wer regelmäßig und aufmerksam übt, macht langfristig größere Fortschritte als jemand, der nur gelegentlich sehr lange spielt. Klavierlernen ist kein Sprint. Es ist ein Prozess – getragen von kleinen, beständigen Schritten.


Wenn Sie unsicher sind, wie viel Üben für Sie oder Ihr Kind sinnvoll ist, beraten wir Sie gern persönlich.

in der Melovelle Musikschule München in der Clemensstraße 2a in 80803 München. Vereinbare deine Probestunde 

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